Qualifikationsziele

Wissenschaftliche Befähigung:

Der B.A. PNK verbindet eine philosophische Ausbildung mit einem Schwerpunkt in Wissenschaftsphilosophie und Philosophie des Geistes mit einer Vermittlung von Grundkenntnissen in einigen Bereichen der Psychologie, der Kognitionswissenschaft und der Neurowissenschaft. Durch die Wahl verschiedener Wahlpflicht- Module im philosophischen Bereich des Studiums besteht für die Studierenden die Möglichkeit, sich Kenntnisse in weiteren Bereichen der Philosophie anzueignen, die für die Bewertung und Reflexion neurowissenschaftlicher und kognitionswissenschaftlicher Fortschritte relevant sind. Dies sind insbesondere die Angewandte Ethik und die Kultur- und Technik-Philosophie. Dadurch entwickeln B.A.-PNK-Absolventen spezifische Kenntnisse in verschiedenen Überschneidungsbereichen von Philosophie und Neurowissenschaften mit einem festen Standbein in der Philosophie. Die Fruchtbarkeit der interdisziplinären Arbeit von Philosophen des Geistes, Wissenschaftstheoretikern und Neurowissenschaftlern kann so kritisch und konstruktiv beurteilt werden. Ziel ist es, Philosophen auszubilden, die auf Augenhöhe mit Neurowissenschaftlern kooperieren können, die dortigen Probleme und Fragestellungen aus der Innenperspektive nachvollziehen können und Neurowissenschaftlern philosophische Fragestellungen verständlich machen können. Die B.A. PNK-Absolventen haben zentrale theoretische neurowissenschaftliche Grundlagen erworben. Im Vergleich zu einem vollwertigen neurowissenschaftlichen Studium fehlen ein Teil der theoretischen Breite, Methodenkenntnisse und die experimentelle Laborpraxis.

Befähigung, eine qualifizierte Erwerbstätigkeit aufzunehmen:

Die Absolventinnen und Absolventen sind direkt oder nach Fortsetzung ihres Studiums für einen Berufseinstieg in den folgenden Tätigkeitsfeldern geeignet: Tätigkeiten im Bereich der Wissenschaft (insbesondere die interdisziplinäre Forschung zwischen Philosophie, Neuro- und Kognitionswissenschaft, versch. Bereiche der Angewandten Ethik, Wissenschaftsmanagement; Fortsetzung des Studiums vorausgesetzt), Vermittlung von wissenschaftlichen und kommerziellen Forschungsergebnissen im Bereich der Lebenswissenschaften (z.B. interne oder externe Unternehmenskommunikation, Wissenschaftsjournalismus), Projektmanagement, Consulting, Organisatorische und kommunikative Tätigkeiten in Unternehmen und Verbänden. Für viele dieser Tätigkeiten ist eine Fortführung des Studiums auf Masterniveau nötig.

Befähigung zum gesellschaftlichen Engagement:

Die Studierenden erwerben während ihrer Ausbildung umfassendes philosophisches sowie neurowissenschaftliches Fachwissen. Sie sind dadurch in der Lage, wesentliche Einsichten in die philosophischen, methodologischen und ethisch-moralischen Grundlagen der Neurowissenschaften zu gewinnen und die gesellschaftliche Relevanz neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und Praktiken einschätzen zu können. Durch die ebenfalls erworbenen reflexiven und kommunikativen Kompetenzen können sie die gewonnenen Einsichten Anderen öffentlich verständlich und einsichtig machen. Sie berücksichtigen dabei interdisziplinäre Bezüge und aktuelle kulturelle Entwicklungen.

Persönlichkeitsentwicklung:

Über den Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit und -organisation, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie Medienkompetenz entwickeln sich die Studierenden zu engagierten und philosophisch geschulten Persönlichkeiten. Die Befähigung zur bürgerschaftlichen Teilnahme und die Persönlichkeitsentwicklung haben sich in den letzten Jahren immer wieder daran gezeigt, dass es Studierende gibt, die z.B. erfolgreich bloggen, bei poetry slams antreten, die im Debattieren oder musikalisch aktiv sind. Der Studiengang zieht Studierende aus dem gesamten Bundesgebiet an, die eine lebhafte und inspirierende Gemeinschaft bilden.

 

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Letzte Änderung: 19.08.2019 - Ansprechpartner: Dr. Carlos Zednik